|
French / English |
Les COULEURS DU VENT (Die Farben des Windes) Neue Instrumente zum Spielen und Verräumlichen elektroakustischer Musik |
![]()
Marina, Brise d'aurore,
Ombre & lumière, Le conte du goëland, La harpe magique
#1, Le murmure des vagues, La grotte, La harpe magique #2, Voyage,
Ailleurs
Composition, conception
|
Ein virtuelles InstrumentIch habe ein neues
Instrument entwickelt, welches ermöglicht, elektroakustische Musik
auf der Buhne zu spielen und zu verräumlichen. Das spektakulärste
Element ist der elektronische Handschuh zur Steuerung, an dem ich meine
Erklärungen festmache.
Der Handschuh ermöglicht das Spielen von Tonen, wie auf einem Klavier oder Synthesizer. Ich spiele wie auf einer Tastatur, aber es gibt hier kein Klavier. Es handelt sich um ein virtuelles Instrument. Ich habe meinen Computer
so programmiert, daß er meine Fingerbewegungen analysiert und
Anweisungen an einen Sampler weiterleitet. Mein Handschuh verfügt nur über 3 aktive Finger, was im Vergleich zu 72 Tasten meiner Tastatur sehr wenig ist. Aber es sind intelligente Finger, da sie programmierbar sind. Das heißt, der Computer analysiert meine Bewegung und sendet an meiner Stelle eine Vielzahl von Befehlen. Dies ermöglicht mir, direkt sehr komplizierte Dinge zu steuern, die ich mit zwei Händen nicht spielen könnte. Es ist kein Tonbandgerät, da auf einem Tonband die Töne entgültig in einer vorgegebenen Reihenfolge festgelegt sind. Man kann zu jedem Zeitpunkt Töne spielen und deren zeitliche Abfolge steuern. Ich entscheide über den Moment, indem dieser oder jener Ton erzeugt werden soll. Dieser Handschuh bietet auch andere, relativ neue Möglichkeiten, da man die Tonposition im Raum bestimmen kann. Das bedeutet, daß jeder Ton auf einen anderen Lautsprecher gelegt werden kann. Raum spielenEine andere Abfolge der
Sensoren ermöglicht die Neigung der Hand zu registrieren und den
Ton im Raum schweifen zu lassen. Auf diese Weise kann ich im Duett mit einem Saxophonisten spielen und verfüge über viel Freiheit bei der rhythmischen Gliederung eines Tonstücks. SchlussfolgerungDas soll ein Überblick über meine Recherchen sein, die gleichzeitig auf der Schaffung neuer Instrumente und der Integration des Raums im musikalischen Diskurs beruhen. "Les couleurs du vent" ist einer der ersten Versuche, als Instrumentalist live auf einer Bühne elektroakustische Musik zu spielen und zu verräumlichen. Die Einführung
eines fünften Tonparameters erschwert das Instrumentalspiel und
wirft zahlreiche Interpretationsfragen auf. Das Spiel mit dem Raum kann
ohne Vereinfachung der Notenschrift einbezogen werden und ohne den
anderen Tonparametern zu schaden. Meine Arbeit wurde ausschließlich mit allgemein verfügbaren und preiswerten Material geführt. |
THELEME
CONTEMPORAIN [ Haut de page | Créations | Concerts | Formations | Catalogue
de CD | 10 ans d'activité | Contact ]
[ Annuaire
Info Musicale | CD en 5.1 DTS | Dossier sur l'Espace | Uni-Verre-Son]
Contact
: 
H. PLANEL ou ß. MERLIER
Grises
26740 SAVASSE / FRANCE
T. & Fax : 33+ (0)4.75.46.03.49
Bertrand Merlier ist Komponist und
Forscher auf dem Gebiet der Musikinformatik, er lehrt an der
Universitat von Lyon 2, und untersucht Tontechniken im Bereich von
Aufführungen und Multimedia. Seit mehreren Jahren arbeitet er mit
Musikbewegungen und der Schaffung von Raum durch elektroakustische
Musik. Was ist der Raum ?In der traditionellen Musikliteratur geht man davon aus, daß sich ein Ton aus 4 Parametern zusammensetzt : aus Höhe, Dauer, Intensität und Klangfarbe. Heute nehmen zahlreiche Komponisten den Standpunkt ein, daß der Ton noch ein fünftes Parameter besitzt : den Tonraum. Der Begriff Raum bezieht
sich auf die Wahrnehmung von Formen, Größen, Entfernungen,
Positionen und eventuell Bewegungen :
1) Software ermöglicht es, den Innenraum eines Tones zu
verändern. Die ersten Untersuchungen auf diesem Gebiet machte in
den siebziger Jahren John CHOWNING aus den USA. Dieses Instrument zur
Raumschaffung ist an den Umgang mit Raum schlecht geeignet : Demzufolge wird der Raum vom Interpreten schlecht beherrscht und vom Publikum schlecht wahrgenommen. Meine VorgehensweiseMeine Untersuchungen enthalten folgende Hypothesen : 1) Der Raum kann ein Parameter der Komposition oder zumindest ein Interpretationsparameter sein. 2) Die Bewegung im Raum muß klar sein, für alle sichtbar und im Zusammenhang mit dem Hörergebnis stehen. Demzufolge muß der sogenannte 'Rauminterpret' auf einer Buhne wie jeder andere Instrumentalist spielen. 3) Die Software muß im Dienste der Kunst stehen (und nicht umgekehrt). Es darf keine durch den Computer bedingten Vereinfachungen oder Einschränkungen geben. |
[ Merlier
C.V.
| Recherches|
Publications
| Oeuvres
| Couleurs du Vent
]
THELEME
CONTEMPORAIN [ Haut de page | Créations | Concerts | Formations | Catalogue
de CD | 10 ans d'activité | Contact ]
[ Annuaire
Info Musicale | CD en 5.1 DTS | Dossier sur l'Espace | Uni-Verre-Son]
Contact
: 
H. PLANEL ou ß. MERLIER
Grises
26740 SAVASSE / FRANCE
T. & Fax : 33+ (0)4.75.46.03.49